Wellnessdrink
Wellness aus der Flasche- Gesundheit oder doch nur Modegetränk?
Die sogenannten „Wellness-Drinks“, wie u.a Ipsei, Nestlé Wellness oder Lipton Aquaé, liegen derzeit voll im Trend. In der Werbung werden sie zum Beispiel angepriesen „als neue Quelle für Vitalität und kalorienarmen Geschmack“ oder „wirksame Erholung im stressigen Alltag.“ Doch verdienen diese Säfte die Bezeichnung „Wellenss-Getränk“? Beeinflussen sie unsere Gesundheit wirklich mit ihren Effekten? Die Getränke zeichnen sich mit Zusatzextrakten wie zum Beispiel Johanneskraut, Ginkgo, Rooibos oder Grünen Tee aus. Speziell der Grüne Tee erfreut sich großer Beliebtheit und wird nach dem Wasser am meisten konsumiert. Studien haben aufgezeigt, dass er die Entstehung von Gehirntumoren hemmt.
Was sagen nun Wissenschaftler zu dem neuen Trend?
Die Wissenschaftler und Experten sind sich da wohl einer Meinung: den Titel „Wellness-Drink“ verdienen diese Getränke nicht. Denn die gesunden Kräuterzusätze werden stark bezweifelt. “Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass diese Kräuter billig aus Asien importiert werden und viele Schadstoffe enthalten. Für eine gesunde Wirkung gibt es keine Belege“, so ein Experte. Andere betrachten die „Wellness-Drinks“ als eine „dumme Modeerscheinung“. Denn würden diese Getränke wirklich positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben, müssten sie als Arzneimittel gekennzeichnet werden.
Ausprobiert!
Es war gar nicht so leicht, sich zwischen den vielen „Wellness-Drinks“ zu entscheiden.
Ich bin dann dem Preis nachgegangen, möglichst ein ganz preiswertes, ein preisneutrales und ein teures Getränk auszusuchen.
Hier meine Ergebnisse:
Lipton Aquaé- Balance (grüner Tee und Melone)
Es schmeckt eher herb, denn man schmeckt den Grünen Tee deutlich durch. Doch auch die Melone macht sich bemerkbar. Das Getränk ist sehr erfrischend und somit durstlöschend. Der Geschmack überzeugt mich total. Und dann gut gekühlt ist es super geeignet für heiße Sommertage oder zum Erfrischen nach sportlicher Betätigung!
Es könnte vielleicht etwas süßer sein, muss aber nicht unbedingt. Kleiner Nachteil: Die Aufmachung der Flasche erinnert sehr an die einer (Sonnenblumen) Ölflasche und ist damit nicht der Blickfang im Supermarkt. Ich kann dieses Getränk nur bestens empfehlen!
Kosten pro Liter 0,99 Euro
Ípsei (Rote Trauben und Rooibos-Extrakt)
Beim Öffnen der Flasche fiel mir gleich der eher komische Geruch des Getränkes auf. Im ersten Moment schmeckt man gut die Trauben raus, doch der Geschmack des Rooibos ist dann zu stark und lässt alles irgendwie „rauchig“ schmecken. Getränk schmeckt auch etwas wässrig.
Leider hat es mich dieses Mal nicht überzeugt, da es auch so gut wie kaum erfrischend wirkt. Wer den rauchigen Geschmack des Rooibos mag, sollte dieses Getränk selber einmal ausprobieren. Auf einen Versuch würde ich es jedenfalls ankommen lassen.
Kosten pro Liter 2,38 Euro
Nestlé Wellness RELAX (mit Johanneskraut und Ginkgo)
Beim Öffnen der Flasche fällt der Geruch nach Gummibärchen und Gletschereisbonbons auf. Und dem entsprechen schmeckt es auch; zu süß und eben wie aufgelöste Gummibärchen. Es erfrischt überhaupt nicht. Das Getränk erinnert auch nicht an ein „Wellness-Getränk“ sondern eher an einen sehr süßen Sirup.
Zu empfehlen ist es nicht unbedingt, aber für einen gemütlichen Abend mit Freunden ist Nestlé Wellness ein besserer Ersatz für Cola oder Fanta.
Kosten pro Liter: 1,09 Euro
St. Willehad Wellness (Birne- Maracuja und Melissen- Malvenextrakte)
Man schmeckt hier Birne und Maracuja sehr gut, was sich für meinen Geschmack nur positiv auswirkt. Trotzdem finde ich, dass zu viel Kohlensäure enthalten ist, was das ganze dann doch eher „schwer verdaulich“ macht. Würde man mich fragen, welcher Sorte von Getränken ich St. Willehad zuordnen würde, würde ich eher auf Fruchtbrause tippen. Schön gekühlt ist es auch erfrischend. Ansonsten schmeckt es aber schon ganz gut und ich empfehle es mal zum Probieren.
Kosten pro Liter 0,70 Euro
Fazit
„Wellness-Drinks“ bieten sich super zum Ausprobieren an. Es gibt da echt eine Menge Auswahl in den Geschäften und es hat sich schon gelohnt für mich. Ich werde mir auf jeden Fall noch mal was davon aussuchen. Es hat Spaß gemacht, da alle irgendwie ganz schön überraschend verschieden waren. Doch ich muss sagen, dass bei einigen der Begriff „Wellness-Drink“ nicht ganz passt. Nicht etwa, weil sie schlecht schmecken, sondern weil man von einem „Wellness-Getränk“ doch etwas anderes erwartet als an eine Brause oder an verdünnten Fruchtsaft erinnert zu werden.
Sonst bieten sich diese Getränke super als ein Ersatz für zum Beispiel Cola oder Fanta, eventuell für den abwechslungsreicheren Morgen anstatt Milch oder für den Autofahrer auf einer Party als Sektersatz, wenn man nicht immer an Wasser oder Saft hängen möchte.
Ein hochwirksames Wellnessgetränk mit einer jahrtausende alten mediterranen Tradition zur Steigerung der Lebenskräfte. Schon vor 6000 - 8000 Jahren begann die Geschichte der Kultivierung des Olivenbaumes- auch Lebensbaum genannt. Die älteste, ca. 3000 Jahre alte Spur einer Olive fand man auf Kreta. In der hebräischen Kultur wurde Olivenöl zum Segnen verwendet. Auch in der Bibel taucht der Ölbaum mehrfach auf- Jesus verbrachte seine letzten Stunden unter einem Olivenbaum und die Römer nutzten das Olivenöl sehr intensiv. Die Griechen schrieben der Göttin Athene zu auf der Akropolis den ersten Olivenbaum gepflanzt zu haben - versehen mit der Gabe, die Dunkelheit zu erleuchten, Wunden zu heilen und Nahrung zu spenden. Für die alten Ägypter symbolisierte das Blatt des Olivenbaumes göttliche Macht und sie nutzen das Olivenöl mit anderen Zutaten zur Mumifizierung ihrer Könige. Hippokrates verschrieb schon vor 2500 Jahren Olivenöl zur Heilung von Geschwüren, Cholera und Muskelschmerzen. Die heilige und heilkundige Benediktinerin Hildegard von Bingen verschrieb Tee aus der Rinde des Olivenbaumes gegen Gicht, Magenverstimmungen und Verdauungsbeschwerden. Im Krieg zwischen Frankreich und Spanien, Anfang des 19. Jahrhunderts, behandelten spanische Wundärzte ihre verwundeten Soldaten mit einem Tee aus Blättern des Olivenbaumes und machten sich, die durch Tradition überlieferte, fiebersenkende Wirkung zunutze. In einem kleinen süditalienischen Dorf Namens Campodimele ist man heute überzeugt, daß die Ernährung ( zu der das tägliche Glas Olivenöl gehört) für das hohe Alter der Einwohner verantwortlich ist. Das Durchschnittsalter liegt 20 - 30 Jahre über dem der übrigen Europäer und ein Alter von 100 Jahren wird hier leicht erreicht.
Wellnessdrink Olé